Vorwort und Lesehinweis zur fachlichen Erstfassung Fachliche Erstfassung v0.9. Diese Seite ist ein Orientierungs- und Prüfrahmen; sie ersetzt keine Rechts-, Steuer-, Vergabe- oder Wirtschaftlichkeitsprüfung im Einzelfall. Dieses Buch ist als Arbeitsbuch für Kämmerei, Verwaltungsspitze, kommunale Gremien und fachliche Gegenüber gedacht. Es beschreibt, wie kommunale Energiefragen in prüfbare Haushalts-, Infrastruktur-, Daten- und Beschlussfragen übersetzt werden können. Die Erstfassung ist veröffentlichungsfähig, aber bewusst nicht als fertiges Rechtsgutachten, Haushaltsgutachten oder lokaler Maßnahmenplan formuliert. Sie trennt allgemeine Entscheidungslogik von lokaler Einzelfallprüfung. Was diese Fassung leistet Sie bietet einen fachlichen Orientierungsrahmen für kommunale Energieentscheidungen. Sie erklärt Rollen, Datenquellen, Rechtsanker, Haushaltsnähe, Nachweislücken und typische Fehlinterpretationen. Sie enthält Kapitel zu Strom, Konzessionsabgabe, Energy Sharing, Liegenschaften, Wärme, Gasnetztransformation, Netzbetreiber-Kommunikation, Datenarchitektur, Speicher/Flexibilität, Governance und Arbeitsprogrammen. Sie enthält Arbeitsmaterialien: Glossar, Rechenbeispiele, Nachweisregister, Muster-Beschlussvorlage sowie Rechenlogik und Tabellen. Was diese Fassung nicht leistet Sie ersetzt keine Rechtsberatung. Sie ersetzt keine kommunale Haushalts-, Vergabe-, Steuer-, Beihilfe-, Datenschutz- oder Kommunalrechtsprüfung. Sie enthält keine belastbare Haushaltsprognose für eine konkrete Kommune. Sie macht aus allgemeinen Rechts- und Marktinformationen keine lokale Beschlussreife. Sie addiert Konzessionsabgabe, Beteiligungsertrag, Standortwert, vermiedene Beschaffungskosten und mögliche Geschäftsmodelle nicht zu einem Gesamtvorteil. Wie die offenen Prüfstellen zu lesen sind Offene lokale Nachweise sind keine Blockade der fachlichen Erstfassung. Sie markieren vielmehr die Grenze zwischen allgemeinem Orientierungswissen und konkreter kommunaler Entscheidung. Besonders lokale Lastgänge, Messpunktlisten, Konzessionsverträge, Wärmepläne, Netzbetreiberantworten, Haushaltsstellen, Vergabeakten und Satzungen müssen vor konkreten Beschlüssen durch die jeweilige Kommune geprüft werden. Die Leitfrage des Buches lautet deshalb nicht: „Welche Energiewende-Maßnahme lohnt sich immer?“, sondern: „Welche Aussage ist mit welchem Nachweis beschlussfähig?“ Empfehlung für Leserinnen und Leser Lesen Sie das Buch wie eine Prüf- und Übersetzungsmatrix. Eine Zahl ist erst dann entscheidungsreif, wenn Herkunft, Zeitraum, Rolle, Haushaltswirkung, Zuständigkeit und offener Nachweis getrennt sichtbar sind.