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Rollenmodell, Workshop-Format und Klärpunktliste

Das Methodenhandbuch ist auf reale Planungsrunden ausgelegt. Ein guter erster Workshop dauert 90 bis 120 Minuten und sollte nicht versuchen, alle fachlichen Fragen final zu beantworten. Er sollte eine gemeinsame Entscheidungsfrage, einen ersten Modellstand, eine Klärpunktliste und eine Einigung über Basis- versus Sensitivitätsannahmen erzeugen.

Empfohlene Workshop-Struktur:

  1. Zweck klären: Budgetfreigabe, Portfolio-Priorisierung, regulatorische Sensitivität, Wirtschaftsplanrunde oder Gremienvorlage?
  2. Rollen klären: Wer liefert Stammdaten, wer prüft Regulierung, wer entscheidet Aktivierbarkeit, wer verantwortet Report?
  3. Stammdaten erfassen: Sparte, Verfahren, Startjahr, EOG, Kapitalbasis, Jahresarbeit, Finanzierung, Horizont.
  4. Maßnahmen strukturieren: Kosten, Jahr, Aktivierbarkeit, Nutzungsdauer, OPEX, Reinvestition, Rückbau, technische Evidenz.
  5. Wirkannahmen bewerten: Qualität, Effizienz, Risiko, Portfolio, Evidenz, Attribution, Governance.
  6. Szenarien lesen: Basis, konservativ, wertorientiert.
  7. Entscheidungssprache formulieren: Beschluss, Auflage, Monitoring, offene Punkte.

Die Klärpunktliste ist das zentrale Steuerungsartefakt. Sie enthält nicht nur „fehlende Zahlen“, sondern fachliche Entscheidungen: Aktivierbarkeit prüfen, Wirkungsverzug bestätigen, Q-/Effizienz-Attribution begründen, Doppelzählung ausschließen, Mengenbasis abstimmen, Finanzierungssatz aktualisieren, Gremientermin sichern.

Der Projektplan in der App macht diese Logik operativ. Aufgaben können Rollen, Fälligkeiten und Abhängigkeiten erhalten. Template-Schritte, die in einer konkreten Runde nicht passen, werden bewusst als nicht zutreffend übersprungen, nicht still gelöscht. Dadurch bleibt auch die Nichtanwendung nachvollziehbar.

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Archiv und Re-Entry nach Beschluss


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