Datenmodell: Vom Excel-Stand zum prüfbaren Arbeitsstand

Ein belastbarer Planungsstand besteht nicht aus einer einzigen Tabelle. Er besteht aus Stammdaten, Maßnahmen, Wirkannahmen, Szenarien, Prozessinformationen, Quellenstand und Entscheidungskommentaren. Der Szenarienrechner-EOG trennt diese Elemente, damit später nachvollziehbar bleibt, ob ein Ergebnis aus einem belastbaren Unternehmenswert, einer freigegebenen Annahme oder einem noch offenen Klärpunkt stammt.

Mindeststruktur eines Arbeitsstands:

Geführter Start mit Kontext-Hilfe

Die Datenlogik ist bewusst defensiv. Ein fehlender Wert soll nicht stillschweigend durch einen plausibel klingenden Default ersetzt werden. Ein geschätzter Wert soll als Annahme erkennbar bleiben. Eine Quelle soll nicht nur zur Dokumentation gespeichert werden, sondern die spätere Entscheidungsreife beeinflussen. Dadurch wird das Datenmodell zu einem Governance-Instrument.

Für die betriebswirtschaftliche Lesart entspricht das einer sauberen Trennung zwischen Inputdaten, Modellannahmen und Ergebnisgrößen. Für die regulatorische Lesart entspricht es der Trennung zwischen Planungsmodell und verbindlicher Anerkennung. Für die Revisions- oder Gremienlesart entspricht es einem nachvollziehbaren Prüfpfad: Wer hat welche Zahl geliefert? Warum wurde sie verwendet? Welche Unsicherheit blieb zum Entscheidungszeitpunkt bestehen?

Typische Datenquellen sind Wirtschaftsplan, Mittelfristplanung, Investitionsprogramm, Regulierungsbescheid, Anlagenbuchhaltung, Anlagevermögen, Mengenplanung, Störungsdaten, Projektunterlagen, technische Zustandsdaten, Beschaffungsangebote und Gremienkalender. Das Tool zwingt nicht alle Quellen in ein starres Schema. Es liefert aber die Kategorien, mit denen aus heterogenen Unterlagen ein vergleichbarer Arbeitsstand wird.


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Revision #5
Created 15 July 2026 01:40:54 by Thorsten Zoerner
Updated 15 July 2026 09:55:40 by Thorsten Zoerner