Executive Summary und Gebrauchsanleitung
Dieses Methodikhandbuch beschreibt die fachliche Logik hinter dem Szenarienrechner-EOG. Es ist bewusst als veröffentlichbares Fachbuch angelegt. Ein wirtschaftswissenschaftlich geschulter Leser soll die Investitions-, Finanzierungs- und Governance-Logik nachvollziehen können; ein Experte der energiewirtschaftlichen Regulierung soll gleichzeitig erkennen, wo die Methodik sauber trennt, wo sie bewusst vereinfacht und wo Einzelfallprüfung zwingend bleibt.
Das Buch verfolgt drei Ziele. Erstens erklärt es, warum regulierte Finanzplanung für Verteilnetzbetreiber nicht auf eine klassische Investitionsrechnung reduziert werden kann. Zweitens dokumentiert es das Modell so, dass Rechnungswesen, Controlling, Regulierungsmanagement, Asset Management und Geschäftsführung dieselbe Sprache verwenden können. Drittens liefert es mit Deeplinks in die Anwendung und Screenshots einen praktischen Arbeitsmodus: Lesen, in der App nachvollziehen, im eigenen EVU oder Verbund anwenden.
Video-Einstieg zur Methodik
Als schneller Einstieg in die Methodik steht die geführte Kurzpräsentation auch als öffentliches YouTube-Video bereit:
Video ansehen: Szenarienrechner-EOG – regulierte Finanzplanung verständlich machen
Das Video eignet sich für Erstgespräche, Social-Media-Verweise und die schnelle Orientierung vor der Arbeit mit Rechner, Präsentation und Handbuch. Es verdichtet die zentrale Idee des Methodenbuchs: Technik, Wirtschaftsplan, Bilanzierung, Regulatorik und Governance betrachten dieselbe Maßnahme aus unterschiedlichen Perspektiven, benötigen aber eine gemeinsame Entscheidungssprache.
Direkte Einstiegspunkte in die Anwendung:
- Kick-off und Orientierung
- Geführter Start und Stammdaten
- Datenerhebung
- Maßnahmenbewertung
- Technische Rückkopplung und Ergebnisse
- Konsolidierung
- Entscheidungsvorlage
- Gremienvorlage
- Archiv und Wiedereinstieg

Das Handbuch ist nicht als Bedienungsanleitung im engen Sinne zu lesen. Es ist ein Methodenbuch. Die Anwendung ist der mitgelieferte Arbeitsraum, in dem die beschriebenen Begriffe, Rollen, Szenarien, Wirkannahmen und Entscheidungslogiken praktisch angewendet werden. Für Organisationen wie Stadtwerke-Kooperationen, kommunale Verbünde oder Replikatoren im Stil einer THÜGA-Gruppe ist genau diese Kombination relevant: einheitliche Methodik, lokale Datensouveränität, wiederholbare Vorlagen und geringere Abhängigkeit von individuell gewachsenen Excel-Interpretationen.
Wichtig ist die Begrenzung: Der Szenarienrechner ersetzt keine Rechtsberatung, keine regulatorische Einzelfallprüfung, keine Wirtschaftsprüfung und keine Entscheidung durch Geschäftsführung oder Gremium. Er schafft eine nachvollziehbare, prüfbare und exportierbare Entscheidungsgrundlage. Die Stärke liegt nicht in einer scheinbar endgültigen Zahl, sondern in der strukturierten Trennung von technischen Bedarfen, handelsrechtlicher Abbildung, regulatorischer Wirkung, Finanzierungssicht und Governance-Reife.
Wenn dieses Handbuch gedruckt wird, sollte es wie ein Fachbuch benutzt werden: Kapitel A klärt Zweck und Bezugsrahmen, Kapitel B beschreibt Modell und Rechenkern, Kapitel C führt durch Prozess und Anwendung, Kapitel D ordnet Validierung und Einführung ein. Die Querverweise sind bewusst redundant: Ein Leser kann aus der Managementsicht starten und später in die regulatorische Tiefe springen; ein Regulierungsmanager kann bei Wirkannahmen beginnen und anschließend die Gremienlogik lesen.
Inhaltsverzeichnis und direkte Verweise
- Executive Summary und Gebrauchsanleitung
- Warum regulierte Finanzplanung anders ist
- Begriffe, Rollen und Navigationslogik
- Datenmodell: Vom Excel-Stand zum prüfbaren Arbeitsstand
- Regulatorische Periodenlogik, EOG-Kontext und Wirkungsverzüge
- CAPEX, OPEX, Aktivierbarkeit und AfA-Brücke
- Wirkannahmen: Qualität, Effizienz, Risiko und Portfolio
- Finanzierungslogik: Kapitalwert, IRR, MIRR und Tarifwirkung
- Szenariodesign: konservativ, Basis und wertorientiert
- Governance-Entscheidungen und Gremiensprache
- Rollenmodell, Workshop-Format und Klärpunktliste
- Geführte Planungsrunde mit Screenshots
- Visualisierte Methodik: Sichten, Brücken und Prüfpfade
- Validierung mit real-but-private Benchmarkfällen
- Einführung im Stadtwerk, Verbund oder bei einem Replikator
- Grenzen, Haftungsausschluss und Quellenrahmen
- Akademischer Bezugsrahmen: Investition, Unsicherheit und Organisation
- Mathematischer Anhang: Formeln, Kennzahlen und Leseregeln
- Regulierungsfachlicher Anhang: Prüffragen für Experten
- Datenqualität, Provenienz und Auditierbarkeit
- Synthetisches Durchrechnungsbeispiel: Ortsnetzautomatisierung
- Glossar für SEO und Fachnavigation
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