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Governance-Entscheidungen und Gremiensprache

Die App leitet aus aktiven Maßnahmen, Kapitalwert, Renditekennzahl, Finanzierungsschwelle und konservativer Gegenprüfung eine Governance-Lesart ab. Die Kategorien lauten: nicht entscheidungsreif, nicht tragfähig im Basiscase, tragfähig mit Auflage und robust tragfähig. Diese Kategorien sind keine automatische Investitionsentscheidung. Sie sind eine Entscheidungshilfe.

Nicht entscheidungsreif bedeutet, dass Datenlage oder aktive Maßnahmen nicht ausreichen. Das ist kein Scheitern, sondern ein Qualitätsmerkmal. Es verhindert, dass eine Runde mit unvollständigen Daten eine Pseudoentscheidung erzeugt. Nicht tragfähig im Basiscase bedeutet, dass bereits unter Basisannahmen die wirtschaftliche Tragfähigkeit gegen die Finanzierungsschwelle fehlt. Auch dann kann es Pflicht-, Sicherheits- oder Strategiemotive geben; sie müssen aber außerhalb der Wirtschaftlichkeitslogik begründet werden.

Tragfähig mit Auflage ist die praktisch wichtigste Kategorie. Sie bedeutet: Der Basiscase ist positiv, kippt aber ohne prüfpflichtige Wirkannahmen oder unter konservativer Bewertung. Eine solche Entscheidung kann verantwortbar sein, wenn die Auflage explizit beschlossen wird: Welche Annahme muss bestätigt werden? Welche Wirkung wird nur beobachtet? Welche Nachweisführung wird vereinbart? Wer trägt Verantwortung bis wann?

Robust tragfähig bedeutet, dass die Maßnahme sowohl im Basiscase als auch konservativ trägt. Auch dann bleiben Attribution, Datenstand und regulatorische Grenzen zu dokumentieren. Robust ist nicht identisch mit garantiert.

Für Gremienkommunikation folgt daraus eine klare Sprache. Gute Beschlüsse trennen Beschlussgegenstand, Begründung, Auflage und Monitoring. Der Szenarienrechner unterstützt diese Struktur im Report und in der Gremienvorlage.

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